Rechtsschutzversicherung2019-01-17T15:38:33+00:00

Rechtsschutzversicherung:
Ihr Advokat im Streitfall.

Hohe Kosten vermeiden und bei Rechtsstreitigkeit finanziell abgesichert sein.

  • volle Kostenübernahme im Rechtsstreit
  • viele Lebensbereiche versicherungsfähig
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Rechtsschutzversicherung

Ein Rechtsstreit kann schnell einige tausend bis zehntausende von Franken kosten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um nicht geleistete Lohnzahlungen Ihres ehemaligen Arbeitgebers geht, Ihr Vermieter plötzlich die Miete erhöht oder ein Verkehrsunfall vor Gericht endet. Ihr Recht durchzusetzen, ist nicht so einfach, wenn der finanzielle Spielraum begrenzt ist. Rechtsschutzversicherungen schützen Sie vor diesen Rechtskosten und machen es Ihnen möglich, im Streitfall einen langen Atem zu beweisen.

Die Abschliessung einer Rechtsschutzversicherung ist in der Schweiz nicht gesetzlich vorgeschrieben und erfolgt auf freiwilliger Basis. Sie teilt sich in zwei Hauptgruppen auf: Verkehrs- und Privatrechtsschutzversicherung. Was genau gedeckt ist, variiert von Versicherung zu Versicherung, die Prämienunterschiede sind oft enorm. Daher macht ein sorgfältiger Vergleich verschiedener Anbieter Sinn.

Viele Rechtsfälle lassen sich nicht versichern! Zum Beispiel sind Hausbau, Familien- und Erbrecht, Scheidung, Steuerrecht und Strafrecht ausgeschlossen oder nur sehr bedingt gedeckt. Zu beachten ist auch, dass Ihre Rechtsschutzversicherung in vielen Fällen prüft, ob Sie überhaupt eine Chance haben, einen Rechtsstreit zu gewinnen – falls nicht, wird Sie die Kostenübernahme ablehnen. Falls Sie selbstständig sind, ist es wichtig zu wissen, dass Streitigkeiten, die in Zusammenhang mit Ihrem Gewerbe stehen, ebenfalls meist nicht versichert sind.

Je nach Ihrer persönlichen Risikoeinschätzung und Ihrem verfügbaren Budget, lassen sich Tarife mit einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis finden. Unsere Versicherungsexperten beraten Sie, worauf Sie beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung achten sollten, welche Versicherungsleistungen sinnvoll sind, in welchen Bereichen es Besonderheiten gibt und wie Sie Rechtsschutzversicherungen am besten vergleichen können.

Sind Sie bereits Mitglied in einem Berufsverband, einem Mieterverband, beim TCS oder einer Gewerkschaft, dann prüfen Sie vorab, ob Sie über diese Vereinigungen bereits teilweise versichert sind oder Tarifvergünstigungen erhalten. Das bedeutet aber auch, dass nur ganz bestimmte Lebensbereiche abgedeckt sind – wie Verkehrs-, Arbeits- und Mietrecht. Alle anderen Bereiche müssen extra abgesichert werden.

Rechtsschutzversicherungen im Test: Diese Leistungen sollten drin sein

Der Umfang der privaten Rechtsschutzversicherung richtet sich nach Ihren Lebensumständen und Ihren Wünschen, was Sie tatsächlich absichern möchten. Fragen Sie sich beim Vergleich von Rechtsschutzversicherungen, in welchen Bereichen Sie rechtliche Auseinandersetzungen befürchten. Ebenfalls wichtig zu entscheiden ist, ob man nur sich selbst versichern möchte oder eine Familienpolice Sinn macht. Bei der Familienpolice sind normalerweise der Ehe-, Lebens-, oder Konkubinatspartner, im selben Haushalt lebende Familienmitglieder sowie Kinder bis ca. 25 Jahre mitversichert.

Der Leistungsumfang unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer. Teilweise ist nur die Schweiz abgedeckt, andere gelten für ganz Europa oder sogar weltweit. Auch die Höhe der gedeckten Kosten betreffend gibt es Unterschiede. In der Regel vergütet die Versicherung ca. 250 000 Franken pro Schaden- oder Streitfall sowie 500 Franken für die Rechtsberatung.

Rechtskonflikte, die bereits vor Abschluss eines Vertrages bestanden haben, sind vom Schutz ausgeschlossen. Ferner sehen die meisten Rechtsschutzversicherungen eine Karenzfrist (Wartefrist) von ein bis drei Monaten vor, bis Sie den Versicherungsschutz in Anspruch nehmen können. Dies schützt den Versicherer davor, dass Versicherte erst einen Neuvertrag abschließen, wenn bereits Ärger droht. Verkehrsunfälle sind oft sofort abgedeckt, da Sie als unvorhersehbar gelten.
Falls Sie Ihre Rechtsschutzversicherung wechseln möchten und die Wartezeit bei Ihrem alten Anbieter abgelaufen ist, gilt Ihr neuer Versicherungsschutz grundsätzlich sofort. Aber nur, wenn der Wechsel auch nahtlos erfolgt – ohne Lücken. Enthält Ihr neuer Vertrag aber Bausteine, die bisher nicht versichert waren, so gelten für diese meist Wartefristen.

Beim Abschluss der Rechtsschutzversicherung besteht die Möglichkeit einer Kombi-Versicherung aus Verkehrs- und Privatrechtsschutzversicherung. Alternativ können Sie auch nur einen Bereich versichern.

Hier führen wir auf, mit welchem Versicherungsschutz Sie in beiden Sparten rechnen können:

Privatrechtsschutz:

Die Privatrechtsschutzversicherung berät und vertritt Sie als Privatperson in Streitfällen. Folgende Bereiche werden von den meisten Anbietern abgedeckt:

  • Patientenrecht (Streitfälle bei ärztlichen Angelegenheiten)
  • Vertragsrecht (Streitfälle aus Konsumvertrag)
  • Schadenersatzrecht
  • Personen-, Familien- und Erbrecht (Rechtsberatung)
  • Arbeitsrecht (Streitfälle mit dem Arbeitgeber)
  • Versicherungsrecht (Streitfälle mit Krankenkasse, Pensionskasse usw.)
  • Strafrecht (Verteidigung bei Fahrlässigkeit, Notwehr und Notstand)
  • Miet- und Pachtrecht (Streitfälle mit dem Vermieter)
  • Nachbarrecht (Streitfälle mit dem Nachbar)
  • Übriges Vertragsrecht
  • Sachenrecht

Hier ist zu beachten, dass Rechtsfälle gegen Sozialversicherungen oft nur eingeschränkt versichert oder ganz ausgeschlossen sind. Ebenso verhält es sich beim Arbeitsrecht oder bei Streitigkeiten mit der Nachbarschaft. Beim Personen-, Familien- und Erbrecht ist meist nur eine Rechtsberatung inbegriffen. Bei vielen Anbietern hat man jedoch die Möglichkeit optionale Zusatzmodule abzuschliessen. So kann man seine Privatrechtsschutzversicherung individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen und erhält zusätzlichen Schutz für oft nur einen relativ kleinen Prämienaufschlag.

Verkehrsrechtsschutz:

Der Abschluss einer Verkehrsrechtsschutzversicherung macht nicht nur für Autofahrer Sinn. Auch Fussgänger profitieren, wenn Sie beispielsweise in einen Verkehrsunfall verwickelt werden und danach körperliche Beschwerden haben. In solchen Fällen kommt es oft zu Schadenersatzklagen, die meist vor Gericht enden. Hier springt Ihre Verkehrsrechtsschutzversicherung ein und übernimmt die Kosten für Anwalt und Gericht.

Autofahrer wiederum werden in Schadensfällen vertreten, die durch die Führung eines Fahrzeuges entstanden sind. Hier regelt der Versicherer Streitigkeiten mit dem Staat und anderen Versicherungen. Darüber hinaus kommt der Verkehrsschutz auch bei Streitigkeiten rund um Autoverkäufe zum Tragen. Die Versicherer setzen sich dann mit den entsprechenden Garagen und Leasingfirmen in Verbindung.

Grundsätzlich werden folgende Bereiche abgedeckt:

  • Geltendmachung eines Schadens
  • Streitfälle bezüglich Kauf, Verkauf, Miete oder Reparatur von Motorfahrzeugen
  • Streitfälle mit Versicherungsgesellschaften, Krankenkassen und Vorsorgeeinrichtungen
  • Verfahren gegen Straf- und Verwaltungsbehörden für Delikte, welche mit dem Strassenverkehrsgesetz zu tun haben

Wenn Ihnen nach einem Unfall vorgeworfen wird, fahrlässig gehandelt zu haben, weil Sie beispielsweise zu schnell gefahren sind oder eine rote Ampel übersehen haben, greift der Schutz in der Regel nicht. Für solche Fälle gibt es jedoch Zusatzpakete bei Autoversicherungen.

Achten Sie darauf, dass Sie im Schadensfall selbst entscheiden können, wer Sie vertreten soll. Freie Anwälte sind in der Regel unvoreingenommener als Juristen, die von Versicherungsgesellschaften angestellt sind.

Kosten einer Rechtsschutzversicherung: Damit sollten Sie rechnen.

Die Kosten einer Rechtsschutzversicherung hängen erheblich von Ihrem gewünschten Leistungsumfang ab sowie ob Sie sich alleine versichern oder eine Familienpolice abschliessen. Kombi-Versicherungen kosten ca. 200-300 Franken pro Jahr. Sollten Sie sich dazu entscheiden, nur eine Privatrechtsschutzversicherung abzuschliessen kostet das ca. 150-200 Franken pro Jahr, Verkehrsschutzversicherungen sind mit ca. 80-100 Franken pro Jahr deutlich günstiger.

Grundsätzlich sind Kombi-Versicherungen mit Privat- und Verkehrsrechtsschutz zu empfehlen, da der inbegriffene Leistungsumfang übersichtlicher bleibt und viele Versicherungsgesellschaften beim Abschluss einer Kombi-Versicherung Rabatte anbieten.

Falls es zu einem Schaden oder Streitfall kommt, sollte die Versicherung möglichst zeitnah informiert werden. Andernfalls könnten von der Versicherung Leistungen gekürzt werden.

Wie geht man bei der Kündigung/Wechsel der Rechtsschutzversicherung vor?

Die Laufzeiten der Vertrage sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich und können sich von einem Jahr bis über mehrere Jahre erstrecken. Grundsätzlich lässt sie sich wie jede Versicherung vor Ablauf kündigen. Ihr Kündigungsschreiben muss die Versicherung jedoch 3 Monate vor Ablauf erreichen, da sich die Versicherung sonst um ein Jahr verlängert.

Dasselbe gilt für den Wechsel. Hier ist besonders wichtig, dass der Wechsel nahtlos erfolgt, damit keine Versicherungslücken entstehen und keine unnötige Wartefrist anfällt.

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