Insurtech-Influencer Spiros Margaris: «Die Europäer müssen sich nicht verstecken.»

Was Insurtechs brauchen, um erfolgreich am Markt und bei Kunden zu bestehen.

Lesezeit: 2 min

Mit über 55 Millionen Twitter-Engagements und über 60’000 Twitter-Followers ist der Schweizer Investor und Senior Advisor Spiros Margaris der weltweit führende Influencer in Fintech, AI und Blockchain; er sitzt auch im Advisory Board der wefox Group.

Was braucht es, damit ein Insurtech Erfolg hat?

Vor allem ein Produkt, für das ein Bedürfnis besteht. Und eine grosse Kundenorientierung. Bei B2B-Insurtechs sind Führungsleute mit einem grossen Netzwerk wichtig, die den Partnern den Mehrwert vermitteln können. Bei B2C-Projekten braucht es vor allem – Geld! Weil die Akquisitionskosten pro Kunde sehr hoch sind.

Viele Insurtechs decken nur Teile der Wertschöpfungskette ab – reicht das um ein grosser Player zu werden?

Irgendwo muss man mal anfangen, um das geht es. Nehmen Sie Amazon: Die haben mit Büchern begonnen und sind mittlerweile die grösste Handelsplattform der Welt.

Wer es in einem Teilsegment gut macht, schafft damit Vertrauen bei den Kunden für nächste Schritte.

Bald gibt es den automatischen Versicherungsschutz auf Basis von Echtzeitdaten. Wollen das die Menschen überhaupt?

In Italien haben heute schon über 60 Prozent der Autos eine Telematik-Box eingebaut, die auch Geschwindigkeitsüberschreitungen aufzeichnet. Aber dank der Box sind die Prämien tiefer. Solange man den Kunden einen Gegenwert liefert, sind sie bereit Daten preiszugeben, vor allem die jüngeren Generationen. Wichtig ist, dass man ihnen transparent aufzeigt, für was die Daten verwendet werden.

Sie sitzen im Advisory Board der wefox Group. Was hat Sie von dem Unternehmen überzeugt?

wefox-Co-Gründer Julian Teicke spricht sehr charismatisch über sein Unternehmen und seine Vision. Schon damit hatte er mich gepackt. Ich wollte unbedingt ein Teil der wefox-Geschichte sein und bei der Weiterentwicklung des globalen wefox-Geschäftsmodells meinen Teil beitragen. Dass man mit dem B2B-Geschäft angefangen hat und den Brokern eine Plattform baute, die sie selber niemals so hingekriegt hätten, war ein geschickter Schachzug, der mich überzeugte.

Sie beobachten die Insurtech-Szene weltweit. Gibt es Unterschiede?

Die Amerikaner sind einzigartig im Branding, können verkaufen und helfen auf diese Weise der ganzen Industrie. In Asien geht es um riesige Kundenmassen, das ist eine völlig andere Dimension. Aber die Insurtechs in Europa müssen sich nicht verstecken und machen einen wirklich guten Job. Zumal die Ausgangslage schwieriger ist, weil Europa aus vielen einzelnen Ländern besteht, mit verschiedenen Sprachen und unterschiedlichen Rechtssystemen. Das erhöht natürlich die Einstiegskosten enorm.

Mehr zu Spiros Margaris unter:
www.margarisventures.com

Mehr Neukunden, stärkere Kundenbindung und weniger Administrationsaufwand – mit digitaler Schubkraft. Werden Sie jetzt Partner bei wefox.

Mehr erfahren

2018-11-14T08:58:56+00:00