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Vor vier Jahren hat Teodoro Martino zusammen mit Partnern die wefox Group gegründet, ist VR-Präsident von wefox Schweiz und als Global Chief Affinity Director für Verbände, Beziehungspflege und Netzwerke zuständig. Im Interview blickt er auf die Anfangszeit zurück und wagt einen Blick in die Zukunft.

2015 wurde wefox als Schweizer Unternehmen gegründet – heute steht nach Deutschland, Österreich, Italien und Spanien der Markteintritt in Asien kurz bevor. Was macht die Erfolgsgeschichte von wefox aus?

Dass wir die alte Versicherungswelt mit der neuen kombinieren. Wir nutzen die Chancen der Digitalisierung und kombinieren sie mit den Vorteilen des analogen Versicherungsmarkts. Sehr wichtig ist das Gründerteam, das seit den Anfangstagen zusammenhält. Was nicht selbstverständlich bei einem Startup ist – oft scheitern Gründungen an den Menschen, die nicht mehr in dieselbe Richtung gehen. Wir sind Geschäftspartner und Freunde, kommunizieren offen und direkt. wefox ist es gelungen, in kurzer Zeit sehr gute Leute dazu zu holen, die im Business mächtig Gas geben. Das hat rasch Vertrauen bei den Investoren geschaffen. Sie glauben an uns und an den internationalen Erfolg von wefox.      

Ihr habt auf das richtige Konzept gesetzt.

Das ist so. Es braucht neben einfachen digitalen Prozessen via App die persönliche Beratung, speziell bei komplexeren Versicherungsfragen wie zum Beispiel einer Vorsorgeanalyse. Davon sind wir heute noch überzeugt. Andere haben das nicht getan, nur auf online gesetzt – und sind gescheitert.   

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Mit der BrokerCenterZürichsee AG hatten Sie bereits erfolgreich ein Unternehmen aufgebaut. Was reizte Sie am Startup wefox?

Ich bin in dieser Branche seit 23 Jahren unterwegs. Dann traf ich Dario Fazlic und Julian Teicke, trotz jugendlichem Alter bereits erfolgreiche Startup-Unternehmer. Ihre Vision, wie das Versicherungsunternehmen der Zukunft aussieht, hat mich sofort begeistert. Ich hatte in den Jahren zuvor gespürt, dass der Markt vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Die einmalige Chance, in diesem Zukunftsprojekt eine wichtige Rolle spielen zu können, kam genau zur richtigen Zeit.  

Was hat Sie von der Idee wefox restlos überzeugt?

Sicher die technologische Kompetenz von Dario Fazlic und Julian Teicke. Sie zeigten mir, wie sich das Versicherungsgeschäft mit Hilfe digitaler Prozesse neu definieren lässt. Und sie erkannten, wie meine Erfahrung und mein Netzwerk bei Versicherern und Brokern wefox zum Durchbruch verhelfen kann. Da passte einfach alles zusammen. 

Im Rückblick: Was war zu Beginn die grösste Herausforderung?

Das hohe Tempo in der Gründungsphase durchzuhalten. Dieser Markt erlaubt es nicht zu zögern, sonst wirst du rasch abgehängt. Die Kooperationen mit den wichtigsten Versicherungsgesellschaften habe ich in drei Monaten hingekriegt. Alle Gründer haben damals Tag und Nacht gearbeitet. Die Versicherer als Partner auf den digitalen Marktplatz von wefox zu holen, hat viel Vertrauen vorausgesetzt. Natürlich galt es Zweifel zu überwinden. Wir waren ja nicht das erste Insurtech, das die Zusammenarbeit suchte. Andere hatten zuvor Fehler gemacht, vergessen die Kunden mitzunehmen, und damit bei den grossen Versicherern viel Skepsis ausgelöst. Meine Reputation und mein bisheriger Erfolg halfen, Vorbehalte auszuräumen und Vertrauen in das Konzept von wefox aufzubauen.     

Wie haben Sie die Broker an Bord geholt?

Uns ging es von Anfang an um Qualität, nicht Masse. Wer setzt um, wer kann performen, welche Broker sind gewillt bei der digitalen Umwälzung in dieser Branche mitzuziehen? Genau sie wollen wir bei wefox an Bord haben. Wir können den Brokern glaubhaft aufzeigen, wie wichtig ihre Rolle in Zukunft sein wird, auch wenn sich das Berufsbild stark verändert. Angst vor Veränderungen bringt uns nicht weiter. Die Online-Plattform von wefox entlastet Broker von Routineaufgaben, bietet ihnen alle Vorteile eines Backoffices. Dadurch haben sie mehr Zeit für die Kundenbetreuung und können Leads verfolgen, die sie von uns zugespielt bekommen.

Neben Ihrer Aufgabe als VR-Präsident in der Schweiz sind Sie Global Chief Affinity Director von wefox. Mit welchen Aufgaben?

Gute Beziehungen, starke Netzwerke und Kontakte zu wichtigen Interessengruppen tragen entscheidend zum Erfolg von wefox bei. Diese Tatsache wollen wir auf Gruppenebene für die weltweite Expansion nutzen und in andere Ländergesellschaften transferieren. Das hat auch viel mit Teambildung zu tun.

Wo steht wefox in fünf Jahren im internationalen Versicherungsmarkt?

In Europa gehören wir bereits zu den Top-Insurtechs. Jetzt wollen wir auch global zum wichtigsten Player im Versicherungsmarkt wachsen. 

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